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Rheuma­tologie

Im Schwerpunkt Rheumatologie geht es um die Diagnostik und Betreuung einer eventuell vorliegenden rheumatischen Erkrankung. Rheumatische Erkrankungen gibt es viele (mehr als 400) und häufig beginnen sie schon bei jungen Menschen. Beispiele für häufige rheumatische Erkrankungen sind das entzündliche Gelenkrheuma („rheumatoide Arthritis“), das entzündliche Weichteilrheuma, Morbus Bechterew, Gelenkentzündungen bei Infektionen und bei Schuppenflechte und der systemische Lupus erythematodes. Beispiele für seltenere rheumatische Erkrankungen heißen Sklerodermie, Polymyositis oder Mischkollagenosen.

Bei den häufigsten dieser rheumatischen Erkrankungen hat sich gezeigt, dass eine möglichst frühzeitige Diagnose von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf ist: bei früher Erkennung und rascher intensiver Behandlung besteht eine gute Chance, dass es auch langfristig nicht zu chronischen Gelenkschmerzen und Gelenkzerstörungen kommt. Nicht zuständig ist der Rheumatologe für Verschleißerkrankungen des Skelettsystems, bei solchen Problemen wird der Rheumatologe immer eng mit Orthopäden zusammenarbeiten.

Krankheitsbilder

Klicken Sie auf die einzelnen Krankheitsbilder, um mehr zu erfahren.

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, von der in Deutschland etwa 0,8 % der erwachsenen Bevölkerung betroffen sind. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, bei der Zellen des Immunsystems das eigene Körpergewebe angreifen. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Gelenke. Typische Symptome sind Schmerzen und Schwellungen in den Finger- und Zehengelenken. Beide Hände bzw. Füße sind in der Regel gleichzeitig betroffen. Zudem ist die Beweglichkeit, insbesondere die Greifkraft, eingeschränkt, ein richtiger Faustschluss der Hände ist meist nicht mehr möglich. Vor allem morgens ist die verminderte Beweglichkeit besonders ausgeprägt und wird daher „Morgensteifigkeit“ genannt.

Die Ursache der Erkrankung ist unklar, erbliche Faktoren werden vermutet sowie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Infektionen und Allergien.

Im weiteren Verlauf kommen oft Entzündungen weiterer Gelenke hinzu. Es können auch größere Gelenke betroffen sein wie Ellenbogen sowie Schulter- und Kniegelenk. Auch Sehnenscheiden können sich entzünden. Die chronische Erkrankung verläuft bei vielen Patienten in Schüben. Letztlich kann es zu Fehlstellungen oder Versteifungen (Ankylosen) der Gelenke kommen.
Die Behandlung sollte möglichst frühzeitig erfolgen, um die drohende Gelenkzerstörung zu verhindern oder zumindest lange hinauszuzögern. Zur Behandlung dient in erster Linie eine medikamentöse Therapie. Unterstützende Maßnahmen sind Physio- und Ergotherapie, Wärmetherapie, angepasste Ernährung und Operation der betroffenen Gelenke.

Polymyalgia rheumatica (PMR)

Bei der Polymyalgia rheumatica handelt es sich um eine entzündlich rheumatische Erkrankung. Symptome sind Schmerzen und Steifigkeit vor allem im Bereich der Rücken-, Schulter- und Beckenmuskulatur und allgemeines Krankheitsgefühl, gelegentlich mit Fieber und Appetitlosigkeit. Die Steifigkeit ist morgens und nach Ruhephasen am ausgeprägtesten.

Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen und erst ab dem 50. Lebensjahr auf. Im Alter ab 50 Jahren erkranken an Polymyalgia rheumatica etwa 60 von 100.000 Menschen. Die Ursache der PMR ist noch unklar, es handelt sich um eine Fehlsteuerung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung), die mit zunehmendem Alter auftritt.

Zur Diagnose werden Erhebung der Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen (Blutuntersuchung) vorgenommen. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist in der Regel stark erhöht.

Der Entzündungsvorgang kann durch die Gabe von Cortisonpräparaten sehr wirksam und schnell unterbrochen werden. Meist verschwinden die Schmerzen schon am nächsten Tag. Die Cortison-Behandlung sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen (ca. 1 bis 1,5 Jahre). Dabei sollte die Dosis nicht zu früh reduziert oder ganz eingestellt werden, da sonst die Krankheit wieder aufflammt. Bei längerem Verlauf können ggf. auch Immunsuppressiva wie z. B. Methotrexat eingesetzt werden.

Psoriasisarthritis

Psoriasis (auch Schuppenflechte genannt) ist eine erblich bedingte chronische Haut- und Gelenkerkrankung. Etwa 20 bis 30 Prozent der an Schuppenflechte Erkrankten entwickelt auch eine Psoriasisarthritis, dies betrifft 0,05 – 0,3 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland. Bei der Psoriasis mit Gelenkbeteiligung kommt es neben den Beschwerden an Haut und Nägeln zu chronischen Entzündungen an Gelenken, Sehnen und der Wirbelsäule. Bei den meisten Patienten beginnt die Arthritis erst nach jahrelangem Bestehen einer Schuppenflechte.

Beide Erkrankungen beruhen auf einer Autoimmunreaktion. Die Ursache ist unbekannt, man nimmt an, dass es eine genetische Veranlagung gibt. Mögliche auslösende Faktoren der Psoriasisarthritis können z. B. Infektionen durch Bakterien oder Viren, hormonelle Umstellungen oder Medikamente sein.

Hauptsymptome sind rheumatische Schmerzen, die Gelenke sind entzündet und geschwollen. Häufig sind die Finger- und Zehengelenke betroffen, es kann zu Verdickungen kommen. Besonders morgens treten steife Gelenken auf (Morgensteifigkeit). Die Psoriasisarthritis betrifft im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis aber meist nur eine Körperseite. Es sind hierbei ebenfalls die Fingerendgelenke einer Hand betroffen. Die Erkrankung kann aber auch nur große Gelenke (z. B. Kniegelenk) befallen.

Die Diagnose erfolgt nach einer sorgfältigen Anamnese und genauen körperlichen Untersuchung. Im weiteren Verlauf können bildgebende Verfahren (z. B. Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen) zur Bewertung und Dokumentation sinnvoll sein. Zur Behandlung werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente, die der Therapie der Rheumatoiden Arthritis ähnlich oder teilweise sogar gleich sind, eingesetzt. Unterstützend können z. B. Physio- und Ergotherapie, physikalische Therapie und Injektionen helfen. Dank einer abgestimmten Therapie können viele Betroffene jahrelang ohne Beschwerden leben.

Spondyloarthritiden

Zu den Spondyloarthritiden zählen entzündlich-rheumatische Wirbelsäulenerkrankungen. Es handelt sich hierbei um chronische Erkrankungen, die in Schüben erfolgen. Häufig sind diese Erkrankungen mit dem Genmerkmal HLA-B27 assoziiert. Spondyloarthritiden treten bei ca. 0,8 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland auf.

Man unterscheidet in folgende Formen:

  • Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)
  • Psoriasisarthritis
  • Gelenkentzündungen (Arthritiden) bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Reaktive Arthritis (entzündliche Wirbelsäulenerkrankung als Reaktion auf infektiöse Erkrankung)
  • undifferenzierte Spondylarthropathie

Zur sicheren Diagnose können vielfältige Untersuchungen nötig sein. Neben einer gründlichen Anamnese erfolgen Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren.

Die Therapie erfolgt individuell je nach Beschwerden und betroffenen Körperstellen. Medikamente bremsen die Entzündung und lindern Schmerzen. Bei unzureichender Wirkung kann eine überwachte Therapie mit Biologika eingeleitet werden. Physiotherapeutische Maßnahmen und regelmäßige sportliche Betätigung können die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessern und einer Versteifung vorbeugen. Weitere Therapieansätze können im individuellen Fall sinnvoll sein.

Vaskulitis

Eine Vaskulitis ist eine seltene Erkrankung, bei der sich die Blutgefäße entzünden. Es erkranken ca. 2,4 – 15,7 pro 100.000 Erwachsene in Deutschland. Dabei können Arterien, Kapillaren und Venen betroffen sein – große Blutgefäße, aber manchmal auch nur kleine. Das Immunsystem richtet sich hierbei gegen die Blutgefäße (Autoimmunerkrankung). Durchblutungsstörungen können prinzipiell in jedem Teil des Körpers auftreten und z. B. Organe, Haut, Nieren und Augen schädigen. Im Extremfall kann sich durch die Entzündung der Gefäßwände das Blutgefäß komplett verschließen.

Man unterscheidet in primäre und sekundäre Vaskulitis, letztere tritt als Folge einer anderen Krankheit auf. Es können sehr unterschiedliche Symptome in verschiedenen Körperregionen auftreten. Typische Symptome sind beispielsweise rheumatische Schmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Gewichtsverlust.

Durch die sehr unterschiedlichen Beschwerden ist die Diagnose dieser seltenen Erkrankung oft schwierig. Eine genaue Anamnese, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren wie die Computertomographie sind wichtig. Die Bestimmung der Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper (ANCA) Laborwerte ist hier oft von entscheidender Bedeutung. Falls möglich wird zum sicheren Beweis eine feingewebliche Untersuchung vorgenommen.

Mit der richtigen Therapie lässt sich die Vaskulitis leider nicht heilen, aber gut behandeln. Eine Vielzahl an antientzündlichen Therapien steht zur Verfügung. Die Therapie richtet sich nach der Form der Vaskulitis und dem Schweregrad. Verschiedene Medikamente (Immunsuppressiva) können in das Immunsystem eingreifen. Bei sekundärer Vaskulitis muss die Grunderkrankung behandelt werden.

Die wichtigsten Vaskulitisformen sind:

  • Großgefäßvaskulitis mit der Unterform der Arteriitis temproralis
  • Takayasu-Arteriitis
  • Panarteriitis nodosa
  • Kawasaki-Syndrom
  • Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, früher Morbus Wegener)
  • Mikroskopische Polyangiitis (MPA)
  • Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA, früher Churg-Strauss Syndrom)
  • Immunkomplexvaskulitiden (z.B. Kryoglobulinämische Vaskulitis oder IgA Vaskulitis)
  • Seltene Formen wie Morbus Behcet oder das Cogan-Syndrom

Kollagenosen

Kollagenosen, auch entzündliches Weichteilrheuma genannt, sind rheumatisch-entzündliche Bindegewebserkrankungen. Es handelt sich hierbei um Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Die seltenen Erkrankungen (z. B. erkranken an Lupus erythematodes im Mittel etwa 30 von 100.000 in der europäischen Bevölkerung) verlaufen chronisch und können verschiedene Organe, Haut und Gelenke gleichzeitig oder nacheinander befallen.

Dabei treten vielfältige Beschwerden auf. Sehr häufige Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie das Raynaud-Syndrom (Finger werden erst weiß, dann blau, schließlich rot, wenn die Durchblutung wiedereinsetzt).

Zur Diagnose erfolgen Befragung und körperliche Untersuchung sowie umfangreiche Geräte- und Laboruntersuchungen. Besonders entscheidend ist hier oft die Bestimmung der Antinukleären Antikörper (ANA) im Labor. Eine mikroskopische Untersuchung von Organgewebe wird manchmal ebenfalls vorgenommen. Oft werden für eine ausführliche Diagnostik Kollegen anderer Fachdisziplinen mit einbezogen.

Kollagenosen sind nicht heilbar, aber meistens mit Medikamenten (z. B. Immunsuppressiva, Biologika) und regelmäßigen Kontrollen gut zu behandeln. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung, welches von einem leichten Verlauf bis hin zu schweren Organbeteiligungen reichen kann.

Die Kollagenosen beinhalten folgende Erkrankungen:

  • Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)
  • Sjögren Syndrom
  • Systemische Sklerose
  • Mischkollagenose (MCTD)
  • Dermatomyositis/Polymyositis
  • Undifferenzierte Kollagenose

Fiebersyndrome

Fiebersyndrome sind seltene Erkrankungen, bei denen es ohne infektiologische Ursache, zu wiederholt auftretenden Fieberschüben kommt. Häufig wird die Überaktivierung des Abwehrsystems vererbt. Typische Symptome sind chronisch wiederkehrende Fieberschübe, Hautausschläge, Gelenkschmerzen und Bauchschmerzen.

Autoinflammatorische Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten, beginnen aber meist schon im Kindesalter. Bei den meisten autoinflammatorischen Erkrankungen spielt die gesteigerte Freisetzung von Interleukin-1-beta (IL-1b) eine wichtige Rolle für den entzündlichen Schub.

Zu den periodischen Fiebersyndromen zählen u. a.:

  • Periodisches Fieber mit aphthöser Stomatitis, Pharyngitis und Adenitis (PFAPA)
  • Familiäres Mittelmeerfieber (FMF)
  • Hyperimmunglobulin D-Syndrom (HIDS)
  • Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrome (CAPS)
  • Tumor-Nekrose-Faktor-Rezeptor-1 assoziiertes periodisches Syndrom (TRAPS)

Zur Diagnostik erfolgen eine ausführliche Anamnese, Führen eines Fieber- und Beschwerdetagebuchs, körperliche Untersuchung, Labor- und bildgebende Untersuchungen. Manche Fiebersyndrome lassen sich durch eine genetische Blutuntersuchung bestätigen.

Die Therapie wird individuell auf das Krankheitsbild und die jeweilige Person abgestimmt. Das „PFAPA-Syndrom“ kann schon sehr früh im Kleinkindalter beginnen, verwächst sich aber im Schulalter und heilt folgenlos aus. Bei manchen Erkrankungen reicht es aus, die Symptome mit NSAR, Steroide, Colchicin zu kontrollieren. Andere brauchen eine gezielte IL-1b Blockade.

Telefonanlage wird optimiert

Liebe Patient*innen,

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