Aktuelles zum Corona-Virus „COVID19“
Stand vom 13.09.2021

Liebe Patienten und Patientinnen,

verständlicherweise wenden sich viele Patient*innen mit Fragen zum Coronavirus an uns. Neben den Stellungnahmen unserer Fachgesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRH / DGRh zum Coronavirus) finden Sie hier Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen.


Stellungnahme der DGRH:

Was Rheuma-Patienten wissen sollten und Handlungsempfehlungen


Häufig gestellte Fragen

Besuch unserer Praxis

Trotz der Corona-Pandemie sollten die rheumatologischen Kontrolltermine sowie die notwendigen Laborkontrollen bei uns fortgesetzt werden. Rezepte können aktuell, wenn sie im letzten Quartal als Patient*in bei uns waren, in Ausnahmefällen ohne persönlichen Kontakt nach telefonischer Rücksprache versandt werden. Wir sind insgesamt bemüht, die Kontaktzeit zu anderen Personen möglichst gering zu halten. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie zu Ihrem Termin pünktlich und vorbereitet erscheinen.

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie bitte die Praxis NICHT ohne vorherige telefonische Rücksprache betreten:

  • Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem sicher am Coronavirus Erkrankten?
  • Besteht bei Ihnen aktuell eine SARS-CoV-2-Infektion oder war bei Ihnen ein Abstrich positiv für das Coronavirus?
  • Leiden Sie an akuten Atemwegsbeschwerden (Luftnot, Husten…) oder haben Sie weitere Zeichen einer Infektion (Fieber, Gliederschmerzen…)?

Im Falle der oben genannten Symptome empfehlen wir die 116117 anzurufen. Bei Luftnot rufen Sie bitte die 112 (Rettungsdienst) an.

Schutzmaßnahmen in der Praxis

Seit dem 02.11.2020 gilt in Hamburg im Rahmen der Eindämmungsverordnung § 10C die Maskenpflicht bei Gesundheitsbehandlungen. Alle Patient*innen sind daher zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Praxis verpflichtet. Auch unser Personal trägt ständig einen Mundschutz und der persönliche Kontakt zu unserem Personal wird so kurz wie möglich gestaltet. Um das Übertragungsrisiko weiter zu reduzieren, werden Sicherheitsabstände so gut es geht eingehalten und unsere Praxisräume auch bei kalten Temperaturen regelmäßig gelüftet. Bitte berücksichtigen Sie letzteres bei der Auswahl Ihrer Garderobe. Begleitpersonen sollen bitte nur die Praxisräume betreten, wenn dies aus medizinischen oder sprachlichen Gründen notwendig ist. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihre Angehörigen in anderen Fällen bitten, außerhalb der Praxisräume zu warten. Dies geschieht auch zu Ihrem Schutz.

Rheuma-Therapie in Zeiten der Pandemie

Gemäß den Expert*innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie / DGRh erscheint eine entzündlich-rheumatische Erkrankung an sich nicht als Risikofaktor für eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder für einen schweren Covid-19-Verlauf. Die bisher verfügbaren Studien ergeben mit wenigen Ausnahmen auch keinen Anhalt für ein erhöhtes Covid-19-Risiko durch die in der Rheumatherapie eingesetzten immunmodulierenden oder immunsupprimierenden Medikamenten. Eine medikamentös unzureichend kontrollierte, in einem aktiven Schub befindliche Rheumaerkrankung dagegen gilt durchaus als Risikofaktor für einen schweren Covid-19-Verlauf. Die Medikation sollte also unverändert fortgesetzt werden.

Was sollte man im Fall einer COVID-19-Infektion bzw. im Falle eines positiven PCR-Testes tun?

Bei Patient*innen ohne Infektzeichen, auch mit Kontakt zu SARS-CoV-2 positiven Personen, sollte die bestehende antirheumatische Therapie inklusive der Glukokortikoide unverändert fortgesetzt werden.
Bei mittels PCR positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patient*innen ohne Infektzeichen sollte ein Pausieren bzw. Hinauszögern einer Biologika-Gabe bzw. der Einnahme eines JAK-Hemmers (Präparate Xeljanz, Olumiant, Rinvoq und Jyseleca) für die Dauer der mittleren Inkubationszeit einer SARS-CoV-2-Infektion (z.B. 5 – 6 Tage) erwogen werden. Prinzipiell sollten andere Basistherapeutika bei fehlenden Infektzeichen nicht abgesetzt werden.
Bei Patient*innen mit gesicherter, aktiver COVID-19 sollte die Basistherapie pausiert und Leflunomid eventuell sogar ausgewaschen werden. Eine für die Behandlung der rheumatologischen Erkrankung eingesetzte Prednisolon-Dauertherapie ≤ 10 mg/d sollte in gleicher Dosis fortgesetzt werden. In jedem Fall sollte eine Pause der Medikamente mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin besprochen werden. Siehe auch die Handlungsempfehlung des DGRh vom 11.06.2021.

Gibt es spezielle gesicherte Empfehlungen für rheumatologische Patienten?

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) finden Sie unter DGRh COVID-19 weitere Stellungnahmen und Empfehlungen u. a. zum Thema Impfungen (s. u.), die regelmäßig aktualisiert werden. Natürlich gelten auch für PatientInnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI COVID-19) sowie des Bundesgesundheitsministeriums (Gesundheitsministerium Coronavirus).

Kann ich eine prophylaktische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten?

Eine solche Option besteht NICHT. Falls möglich, sollten Sie jedoch mit Ihrem Arbeitgeber sprechen, um z. B. die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass der Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert wird.

Impfungen und Impfstoffe

Zum jetzigen Zeitpunkt (05.08.21) sind in Deutschland durch die EMA vier Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 Virus zugelassen:

  • die mRNA-Vakzine Comirnaty (Firma BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Firma Moderna Moderna)
  • sowie die Vektor-Impfstoffe Vaxzevria (Firma Astra Zeneca) und COVID-19 Vaccine Janssen (Firma Janssen-Cilag/Johnson und Johnson)

Bei diesen Impfstoffen handelt es sich um Totimpfstoff, sodass eine Impfung auch bei entzündlich-rheumatische Erkrankungen unter immunsuppressiver / immunmodulierender Therapie möglich ist. Die Vektor-Impfstoffe basieren auf nicht-vermehrungsfähigen Viren. Die mRNA und die in den Vektoren befindliche DNA integrieren sich nicht in das menschliche Genom und es werden keinerlei Substanzen mit dem Vakzin verabreicht, aus denen der geimpfte Organismus komplette oder infektiöse Viruspartikel zusammensetzen könnte. Die Vakzine führen zur vorübergehenden Produktion von Virusproteinen, gegen die das Immunsystem protektive Antikörper produzieren kann.

 

Impfstoff Impfabstand
Comirnaty (BioNTech/Pfizer) 3-6 Wochen
Spikevax (Moderna) 4-6 Wochen
Vaxzevria (AstraZeneca) 9-12 Wochen
Heterologes Impfschema
(Vaxzevria/mRNA-Impfstoff)
ab 4 Wochen

Auch wenn es keine Studiendaten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen SARS-CoV-2-Vakzine speziell bei Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen unter Immunsuppression gibt, raten wir gemäß den Empfehlungen der DGRh unseren Patient*innen zu dieser Impfung, zumal sich bisher in den weltweit erfolgten Immunisierungen keine besonderen Risiken bei Patient*innen mit rheumatischen Erkrankungen zeigten. Generell können alle vier zugelassenen Covid-19-Impfstoffe auch für diese Patientengruppe als sicher und wirksam gelten. Allerdings sollten die altersabhängigen Einschränkungen und Empfehlungen bei den Vektorimpfstoffen der Firmen AstraZeneca und Janssen-Cilag/Johnson & Johnson berücksichtigt werden. Gemäß Empfehlungen der DGRH sollten Patient*innen mit Antiphospholipidsyndrom oder Immunthrombopenie eher mit einen mRNA-Impfstoff geimpft werden.

Hinsichtlich der Vaxzevria-Impfung wurde seitens der STIKO 07/21 die bisherige Empfehlung einer zweimaligen (d.h. homologen) Vaxzevria-Impfung bei ≥60-Jährigen geändert. Empfohlen wird jetzt das sogenannte heterologe Impfschema: nach einer 1. Impfung mit Vaxzevria wird nach einem Abstand von mindestens 4 Wochen die 2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt. Studienergebnisse haben für das heterologe Schema eine höhere und länger anhaltende Wirksamkeit nachgewiesen.
Ab dem 01.09.2021 wird auch für alle mit dem Vektorimpfstoff der Firma Johnson & Johnson geimpften Personen eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna angeboten. Noch gibt es keine Information, wann diese Impfung frühestens nach der Erstimmunisierung erfolgen sollte.

Impferfolg unter immunsuppressiver Medikation

Es gibt keine generellen Empfehlungen, die medikamentöse Basistherapie wegen der Impfung zu pausieren. Eine Besonderheit stellen Therapien mit Rituximab, Cyclophosphamid oder hoch dosiertem Prednisolon dar. In diesen Fällen sollten Sie den geeigneten Zeitpunkt für eine Impfung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.

In zwei Studien aus Erlangen und New York zeigten sich unter Therapie mit Methotrexat / MTX verringerte Anti-SARS-CoV-2-Antikörper nach Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Es wurde aber nicht untersucht, ob diese Patient*innen häufiger und schwerer an Covid-19 erkrankten. Ebenso wenig ist untersucht, wie sich ein Pausieren von MTX oder eine Änderung der MTX-Dosis auf den Impfungserfolg auswirken.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) empfiehlt aufgrund der nicht eindeutigen Datenlage kein obligates Pausieren von MTX aufgrund der SARS-CoV-2-Impfung. Im Falle einer stabilen Remission der Grunderkrankung kann nach Rücksprache mit dem oder der Rheumatolog*in das ein- oder zweimalige Pausieren der wöchentlichen MTX-Gabe erwogen werden. Dringend rät die DGRh von einer längeren Therapiepause ab. Auch ein Pausieren von JAK-Inhibitoren (Präparate Xeljanz, Olumiant, Rinvoq und Jyseleca) 1-2 Tage vor und 1 Woche nach jeder Impfung bzw. von Abatacept (Orencia) je 1 Woche vor und nach jeder Impfung kann bei stabiler Remission der rheumatischen Erkrankung erwogen werden, ist aber nicht zwingend notwendig. Eine gute Krankheitskontrolle ist gegenüber einer möglicherweise abgeschwächten Immunantwort auch im Kontext von Impfungen vorrangig.

Bitte beachten Sie, dass eine serologische Kontrolle des Impferfolges mittels eines Bluttests auf Coronavirus-Antikörper nicht sicher möglich ist. Die wichtigsten Träger der gezielten Immunabwehr sind die Lymphozyten – eine Untergruppe der weißen Blutzellen (Leukozyten). Die B-Lymphozyten produzieren Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper. Diese richten sich jeweils spezifisch gegen ein als körperfremd erkanntes Antigen. Die T-Lymphozyten erkennen Antigene, also körperfremde Strukturen, auf der Oberflächen von körpereigenen Zellen.
Sie sorgen dann dafür, dass die entsprechenden kranken oder veränderten Zellen entfernt werden. Während man Antikörper-Spiegel im Blut messen kann, um die B-Zell-Antwort auf eine Impfung zu überprüfen, kann man die T-Zell-Antwort nicht einfach mit einem Labortesten ermitteln. Bezüglich der SARS-CoV-2-Impfung weisen außerdem nicht alle verfügbaren Bluttests Antikörper gegen das Virusprotein nach, dessen Bildung durch die Impfstoffe ausgelöst wird. Es kann also ein Impfschutz auch bei negativem Coronavirus-Antikörper-Test durchaus bestehen.

Impfung nach Coronavirus-Infektion

Bei gesicherter symptomatischer Infektion soll die notwendige Impfstoffdosis in der Regel 6 Monate nach der Infektion gegeben werden. Das Risiko für eine Reinfektion ist in den ersten Monaten nach einer gesicherten SARS-CoV-2-Infektion sehr niedrig, kann aber mit zunehmendem Abstand ansteigen. Da aktuell die Impfstoffressourcen nicht mehr limitiert sind, kann die Gabe einer einmaligen Impfstoffdosis jedoch bereits 4 Wochen nach dem Ende Coronovirus-Infektion erfolgen.
Nach gesicherter asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

Auffrischung der Impfung

Nach einem Beschluss der Bundesgesundheitsminister vom 02.08.2021 sollte Angehörigen von Risikogruppen ab September eine dritte Impfung gegen Corona angeboten werden. Am 07.09.21 wurde in einem weiteren Beschluss der Bundesgesundheitsminister der Personenkreis, bei dem eine dritte Impfung zu erwägen ist, wie folgt beschrieben:

Personen über 60 Jahre nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung und Entscheidung

Bewohner von Pflegeeinrichtungen

Personal in Pflege- und medizinischen Einrichtungen

Eine Auffrischimpfung soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie geschehen und mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe erfolgen, also Comirnaty (BioNTech/Pfizer) oder Spikevax (Moderna). Unerheblich sei dabei, mit welchem Impfstoff die Personen vorher geimpft worden seien – dies gilt somit auch für mit einem Vektor-Impfstoff geimpfte Personen.

Es ist hierbei zu beachten, dass es seitens der STIKO bezüglich einer Auffrischimpfung noch keine aktuelle Stellungnahme gibt.

Unsere Fachgesellschaft DGRh hat am 10.08.21 eine ausführliche Stellungnahme bezüglich Auffrischimpfungen von Patient*innen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung veröffentlicht.

Das Immunsystem von Patientinnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist (auch in Anbetracht der üblicherweise eingesetzten immunsuppressiven Medikamente) nicht in dem Maße beeinträchtigt wie das von Höchstbetagten oder Patient*innen nach Organtransplantation oder unter einer Chemotherapie. Viele Studien haben weltweit seit Beginn der Impfungen gezeigt, dass Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eine Impfantwort entwickeln und dass diese meist in Quantität und Qualität mit der von gesunden Personen vergleichbar ist. Es gibt keine Daten, dass Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen durch die Impfungen nicht in dem Maße geschützt wären wie gesunde Personen oder dass der Impfschutz bei Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen kürzer sei. Generell besteht daher nach Meinung unserer Fachgesellschaft für die meisten Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zurzeit keine Notwendigkeit für eine Auffrischimpfung.

Zu dieser generellen Empfehlung gibt es wenige Ausnahmen:

1. Impfung zu einem Zeitpunkt, an dem die entzündlich-rheumatische Erkrankung hoch aktiv war oder an dem eine akute, schwere, fieberhafte Erkrankung vorgelegen hat. In diesem Falle sollten die jeweiligen Patient*innen individuell bezüglich einer Auffrischimpfung beraten werden. Auch könnte ausnahmsweise ein Test auf Antikörpern gegen SARS-CoV-2 eine gewisse Information über die erreichte Impfantwort ermöglichen. Bei Personen, die zum Zeitpunkt der Impfung leichtes Fieber hatten, ist eine Abschwächung der Impfreaktion nicht zu befürchten, und besteht keine Notwendigkeit einer Auffrischimpfung.

2. Impfung unter einer starken Immunsuppression. Eine starke Immunsuppression wird ausdrücklich nicht verursacht durch:

die meisten Basistherapeutika (z.B. Methotrexat, Leflunomid, Azathioprin, Sulfasalazin, Hydroxychloroquin)

die meisten Biologika (z.B. Etanercept, Adalimumab, Certolizumab, Golimumab, Infliximab, Tocilizumab, Sarilumab, Sekukinumab, Ixekizumab, Ustekinumab, Guselkumab, Anakinra)

moderne Basistherapeutika mit gezieltem Ansatz (Inhibitoren der Januskinasen wie Tofacitinib, Baricitinib, Udapacitinib, Filgotinib, Apremilast

oder Glukokortikoide bis zu einer Tagesdosis von Prednisolon 10 mg/d

Eine Abschwächung der Immunantwort ist dagegen belegt für Patienten unter einer laufenden Therapie mit Rituximab und sie kann nicht ausgeschlossen werden bei Patienten unter einer Therapie mit Prednisolon > 10 mg/d, Abatacept, Mycophenolat und Cyclophosphamid. Ob Patienten unter einer Therapie mit Belimumab eine eingeschränkte Immunantwort zeigen, ist nicht eindeutig geklärt. Bei diesen Patienten kann eine Auffrischimpfung im Einzelfall diskutiert werden. In diesem Ausnahmefall könnte ebenfalls ein Test auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 einen Hinweis zur erfolgten Impfantwort geben.
Eine Auffrischimpfung sollte in der Regel auch hier frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen und eine Impfung bei Rituximab-Therapie idealerweise frühestens vier Monate nach der letzten Rituximab-Infusion stattfinden.

Zusammenfassend gibt es bezüglich der Auffrischimpfung noch keine eindeutige Stellungnahme, zumal die STIKO noch keine Empfehlung veröffentlicht hat. Traditionell rät die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg dazu, die Empfehlungen der STIKO einzuhalten. Dementsprechend ist die Hamburger Ärzteschaft derzeit noch dazu angehalten, mit Drittimpfungen zurückhaltend umzugehen. Nach ärztlichem Ermessen kann in besonderen Fällen eine solche Impfung durchgeführt werden. Wenn es aber keine dringenden Gründe im Einzelfall gibt, sollten die Empfehlungen der STIKO abgewartet werden. Bei Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sollten die oben aufgeführten Empfehlungen und Ausnahmen berücksichtigt werden.

Kombination der COVID19-Impfung mit der Grippeimpfung?

Auch diesbezüglich wird eine Empfehlung der STIKO noch abgewartet. Bislang wird vom Paul-Ehrlich-Institut vermutet, dass eine Kombination der Grippeimpfung mit einer mRNA-COVID19-Impfung am gleichen Tag an unterschiedlichen Extremitäten möglich ist.


Wichtige Telefonnummern

  • 116117: Arztruf der Kassenärztlichen Vereinigung. Patienten können sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche an diese Telefonnummer wenden. Es erfolgt eine Beratung sowie eine weitere Vermittlung bei bestehendem Infektionsverdacht.
  • 040 428284000: eine extra eingerichtete Corona-Hotline der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV)

 

Hilfreiche Informationen finden Sie unter anderem unter den folgenden Links

 

Ihr Praxisteam