Aktuelles zum Corona-Virus „COVID19“

Stellungnahme der DGRH:

SARS-CoV-2: Was Rheuma-Patienten wissen sollten:
dgrh.de

Seit dem 01.12.2020 gibt es auch eine aktuelle Stellungnahme der DGRH zur Impfung gegen SARS-CoV-2 bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen:
dgrh.de


MITTEILUNG VOM 02.04.2020,
AKTUELLER STAND 14.01.2021:

Liebe Patienten,
durch die aktuell rasche Zunahme der Fallzahlen sehen wir uns mit immer mehr Anfragen unserer Patienten zu diesem Thema konfrontiert. Hier eine kurze Stellungnahme zu den wichtigsten Punkten.

Wann sollten Sie nach Möglichkeit trotz der aktuellen Lage in die Praxis kommen?

  • Im Falle einer aktiven Rheumaerkrankung oder von Nebenwirkungen der Therapie raten wir Ihnen dringend zu einem persönlich Arztbesuch.
  • Falls bei Ihnen aufgrund von Nebenwirkungen oder einer Medikamenteneinnahme Laborkontrollen
    anstehen, können Sie diese nach wie vor bei uns wahrnehmen.
  • Rezepte können aktuell nach den Regeln der KBV, wenn sie im letzten Quartal als Patientin oder Patient bei uns waren, in Ausnahmefällen ohne persönlichen Kontakt nach telefonischer Rücksprache versandt werden.
  • Seit dem 02.11.2020 gilt in Hamburg im Rahmen der Eindämmungsverordnung § 10C die Maskenpflicht bei Gesundheitsbehandlungen. Alle Patientinnen und Patienten sind daher zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Praxis verpflichtet.

Da unsere Patienten auf den regelmäßigen ärztlichen Kontakt und auch Laborkontrollen angewiesen sind, findet der normale Praxisbetrieb weiterhin statt. Wir sind insgesamt bemüht, die Kontaktzeit zu anderen Personen möglichst gering zu halten. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie zu Ihrem Termin pünktlich und vorbereitet erscheinen. Im Einzelfall sind wir auch bemüht, eine individuelle Lösung für Ihr Problem zu finden. Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie bitte die Praxis NICHT ohne vorherige telefonische Rücksprache betreten:

  • Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem sicher an Coronavirus-Erkrankten?
  • Leiden Sie an akuten Atemwegsbeschwerden (Luftnot, Husten) oder haben Sie weitere Zeichen einer Infektion (Fieber, Gliederschmerzen…)?

Im Falle der oben genannten Symptome empfehlen wir die 116117 anzurufen.
Bei Luftnot rufen Sie bitte die 112 (Rettungsdienst) an.

Kann ich mich bei Ihnen auf das Coronavirus SARS-CoV2 testen lassen?

  • In unserem Speziallabor am Mönckeberg sind wir jederzeit in der Lage bei Ihnen einen Abstrich (PCR) oder einen Antikörpertest auf das Coronavirus SARS-CoV2 durchzuführen.
  • WICHTIG: Falls bei Ihnen der Verdacht auf eine SARS-CoV2 Infektion besteht und ein Abstrich mit PCR Analyse gewünscht ist, kontaktieren Sie uns vorab über das Kontaktformular und sprechen mit uns das Vorgehen ab. > rki.de
  • Falls Ihre Corona-Warn-App eine Testung vorschlägt, könne Sie diese selbstverständlich ebenfalls bei uns durchführen lassen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Fall übernommen.
  • Bei hochgradigem Verdacht erfolgt nach Rücksprache mit uns eine Entnahme des Abstrichs ohne Kontakt zu anderen Rheumapatienten.
  • Ob jeweils die Indikation, für die Durchführung eines Abstrichs oder Antikörpertest besteht, wird Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.
  • In diesem Falle übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung.

Bei mir fehlt die medizinische Indikation für einen SARS-CoV19 Abstrich (PCR) oder einen Antikörpertest. Kann ich mich trotzdem testen lassen?

Ein Abstrich (PCR) oder ein Antikörpertest kann Ihnen beim Fehlen einer medizinischen Indikation jederzeit als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten werden. Dies kann z.B. vor dem Antritt einer Reise oder Ähnlichem erforderlich sein. Auch hierfür können Sie jederzeit über unser Kontaktformular der Homepage oder bei Ihrem Termin mit uns Kontakt aufnehmen. Die Kosten der Untersuchung werden in diesem Fall nicht von der Krankenkasse übernommen.

Welche Schutzmaßnahmen werden in der Praxis getroffen um eine Ansteckung zu verhindern?

Aufgrund der aktuellen Lage versuchen wir als Praxis möglichst den Kontakt zu anderen Personen innerhalb unserer Praxis zu minimieren. Unser Personal trägt daher ständig einen Mundschutz. Sicherheitsabstände werden so gut es geht eingehalten. Der persönliche Kontakt zu unserem Personal wird, nach Möglichkeit, so kurz wie nötig gehalten. Wir versuchen damit das Übertragungsrisiko, analog zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, so weit wie möglich zu reduzieren.

Was Rheuma-Patienten wissen sollten:

Informationen für Rheuma-Patienten betreffend Covid-19 der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)


Weitere häufige Fragen:

Gibt es spezielle gesicherte Empfehlungen für rheumatologische Patienten?

Das RKI aktualisiert ggf. die Risikogebiete im weiteren Verlauf. Eine Übersicht zu den aktuellen Risikogebieten finden Sie hier: Aktuell gibt es noch keine medizinisch gesicherten Empfehlungen für Patienten, die eine immunsupprimierende Therapie erhalten. Es gelten daher für alle unsere Patienten die vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgegebenen Empfehlungen: rki.de: Neuartiges Coronavirus
Zusätzlich gibt es seit dem 10.03.2020 eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), nach der wir uns ebenfalls richten: Stellungnahme dgrh.deDiese enthält unter anderem wichtige Informationen für Patienten, die eine Rheuma-Therapie erhalten und/oder an einer rheumatologischen Erkrankung leiden. Seit dem 01.07.2020 hat die DGRh zudem Handlungsempfehlungen für die Betreuung von Patienten mit entzündlich- rheumatischen Erkrankungen im Rahmen der SARS-CoV2/COVID-19-Pandemie veröffentlicht: Handlungsempfehlungen DGRh

Kann ich eine prophylaktische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten?

Eine solche Option besteht NICHT. Falls möglich sollen Sie jedoch mit Ihrem Arbeitgeber sprechen, um z.B. die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass der Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert wird.

Soll ich meine Rheuma-Therapie aufgrund der Infektionsgefahr unterbrechen?

Aktuell gibt es keine Empfehlung eine solche Therapie vorsorglich zu pausieren. Ein eventuell auftretender „Schub“ der rheumatischen Erkrankung und/oder eine damit verbundene Kortisontherapie stellen nach den aktuellen Einschätzungen ein höheres Risiko für rheumatologische Patienten dar. Beim Auftreten von Zeichen einer Infektionserkrankung sollten die Therapien jedoch wie üblich vorsorglich pausiert werden. Dies entspricht den aktuellen Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), die regelmäßig angepasst werden. dgrh.de: Massnahmen in Zusammenhang mit den Infektionsrisiken durch COVID-19

Gibt es eine Impfung?

Seit dem 21.12.2020 hat die EMA (Europäische Arzneimittelbehörde) den Impfstoff der Firma BioNTech/Pfizer zugelassen. Es handelt sich hierbei um einen mRNA Impfstoff, der die körpereigenen Zellen dazu bringt Eiweiße (Proteine) des Virus zu produzieren. Auf diesem Wege wird eine Immunreaktion ausgelöst und es kann ein Impfschutz entstehen. Die Organisation der Impfungen wird über die Kassenärztiche Vereinigung geregelt. Details hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.

Eine Impfempfehlung zur Priorisierung wurde am 14.12.2020 durch die STIKO veröffentlicht.

Durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist eine Anpassung der Priorisierung in der sogenannten Impfverordnung erfolgt. Im Wesentlichen werden drei bevorzugte Kategorien der zu impfenden Personen gebildet. Das Hauptkriterium für eine Impfung stellt das Alter dar. Rheumapatienten fallen in die 3. Gruppe mit erhöhter Priorität.

mRNA Impfstoffe werden medizinisch wie Totimpfstoffe betrachtet. Eine rheumatische Erkrankung mit entsprechender Therapie stellt nach aktueller Datenlagen und nach den Empfehlungen der DGRH keine Kontraindikation für eine Impfung dar. Zusammenfassend bedeutet dies, dass sich Rheumapatienten mit erhöhter Priorität unabhängig vom jeweiligen Alter impfen lassen sollten.

Wichtige Telefonnummern:

  • 116117: Arztruf der kassenärztlichen Vereinigung. Patienten können sich 24h am Tag, sieben Tage die Woche an diese Telefonnummer wenden. Es erfolgt eine Beratung, sowie eine weitere Vermittlung bei bestehendem Infektionsverdacht.
  • 040 428284000: Eine extra eingerichtete Corona-Hotline der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV)

Hilfreiche Informationen finden Sie unter anderem unter den folgenden Links:

Ihr Praxisteam