Aktuelles zum Corona-Virus „COVID19“

Stellungnahme der DGRH:

SARS-CoV-2: Was Rheuma-Patienten wissen sollten:
dgrh.de

Aktuelle Stellungnahme der DGRH zur Impfung gegen SARS-CoV-2 bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen:

06.04.2021
https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/SarsCoV2-Impfung-mit-dem-Impfstoff-von-AstraZeneca.html

10.02.2021
www.dgrh.de/Impfung-gegen-SARS-CoV-2-für-Menschen-mit-rheumatischen-Erkrankungen

01.12.2020
www.dgrh.de/DGRh_Rec_Impfung_SARS-CoV-2.pdf


13.04.2021:
Corona-Impfung jetzt auch hier!

Wir führen ab sofort auch Covid-19-Impfungen durch!
Wo: Mönckebergstraße 27, 20095 Hamburg
Wirkstoff: Comirnaty® von BioNTech/Pfizer
Wer: Erst-Impfungen nur für Bestandspatienten, Zweit-Impfungen sowohl für Bestandspatienten als auch für Neupatienten.

Soweit Termine verfügbar sind, können Sie diese online buchen. Bitte wählen Sie nur die Covid-19-Impfung als Besuchsgrund aus.


01.04.2021 16.04.2021:
Erhöhtes Risiko für Sinusvenenthrombosen durch
Astra Zeneca-Impfstoff bei Rheumapatienten?

Nach dem jetzigen Kenntnisstand gibt es keinen Anhaltspunkt für ein erhöhtes Risiko bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen.

Insgesamt handelt es sich bei dem Auftreten von Sinusvenethrombosen (Thrombose einer Hirnvene) um eine sehr seltene Nebenwirkung. Der für diese Thrombosebildung verantwortliche Mechanismus unterscheidet sich grundlegend von dem Mechanismus anderer Thrombosen z.B. bei tiefen Beinvenenthrombosen oder Lungenembolien. Es werden Autoantikörper gegen die eigenen Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet, die dadurch aktiviert werden und ein Gerinnsel bilden. Dies ist ein immunologischer Vorgang ohne Zusammenhang zu klassischen Risikofaktoren für eine Thrombose wie Übergewicht, Immobilisation, eine genetische Thromboseneigung oder die Einnahme der „Pille“. Überwiegend betroffen sind aber Frauen in einem Alter zwischen 25 und 55 Jahren.

Anhand dieser Erkenntnisse besteht laut der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung für Patienten mit einer Thrombose in der Vorgeschichte oder einer bekannten Thrombophilie (Thromboseneigung) kein erhöhtes Risiko für diese Komplikation nach Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff (siehe auch GTH-online.org). Trotz fehlender spezieller Daten bezüglich Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist gemäß der DGRh ebenfalls nicht davon auszugehen, dass bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen oder mit einem Antiphospholipidsyndrom ein erhöhtes Risiko für Sinusvenenthrombosen besteht.

Dementsprechend spricht sich die DGRH in einer Stellungnahme vom 01.04.2021 06.04.2021 weiterhin deutlich für eine Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes bei Rheumapatienten im Allgemeinen ab 60 Jahren aus (siehe DGRh Stellungnahme Impfung mit AstraZeneca-Impfstoff, aktualisiert am 06.04.2021). Da Medikamente wie ASS, Heparin oder andere Blutverdünner keinen schützenden Effekt gegenüber dem Auftreten einer Sinusvenenthrombose haben, wird eindringlich von der eigenständigen prophylaktischen Einnahme solcher Medikamente vor einer AstraZeneca-Impfung abgeraten.

Am 30.03.21 hat sich die STIKO am RKI in einer Pressemitteilung dafür ausgesprochen, den AstraZeneca-Impfstoff nur noch für Personen im Alter ab 60 Jahren zu verwenden (siehe STIKO Empfehlungen AstraZeneca-Impfstoff 30.03.2021). Wie diese Empfehlung insbesondere auch hinsichtlich der Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen nach einer ersten Dosis des AstraZeneca-Impfstoffes in Hamburg umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Bezüglich der Zweitimpfung wird die STIKO bis Ende April eine ergänzende Empfehlung abgeben.


MITTEILUNG VOM 02.04.2020,
AKTUELLER STAND 14.01.2021:

Liebe Patienten,
durch die aktuell rasche Zunahme der Fallzahlen sehen wir uns mit immer mehr Anfragen unserer Patienten zu diesem Thema konfrontiert. Hier eine kurze Stellungnahme zu den wichtigsten Punkten.

Wann sollten Sie nach Möglichkeit trotz der aktuellen Lage in die Praxis kommen?

  • Im Falle einer aktiven Rheumaerkrankung oder von Nebenwirkungen der Therapie raten wir Ihnen dringend zu einem persönlich Arztbesuch.
  • Falls bei Ihnen aufgrund von Nebenwirkungen oder einer Medikamenteneinnahme Laborkontrollen
    anstehen, können Sie diese nach wie vor bei uns wahrnehmen.
  • Rezepte können aktuell nach den Regeln der KBV, wenn sie im letzten Quartal als Patientin oder Patient bei uns waren, in Ausnahmefällen ohne persönlichen Kontakt nach telefonischer Rücksprache versandt werden.
  • Seit dem 02.11.2020 gilt in Hamburg im Rahmen der Eindämmungsverordnung § 10C die Maskenpflicht bei Gesundheitsbehandlungen. Alle Patientinnen und Patienten sind daher zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Praxis verpflichtet.

Da unsere Patienten auf den regelmäßigen ärztlichen Kontakt und auch Laborkontrollen angewiesen sind, findet der normale Praxisbetrieb weiterhin statt. Wir sind insgesamt bemüht, die Kontaktzeit zu anderen Personen möglichst gering zu halten. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie zu Ihrem Termin pünktlich und vorbereitet erscheinen. Im Einzelfall sind wir auch bemüht, eine individuelle Lösung für Ihr Problem zu finden. Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie bitte die Praxis NICHT ohne vorherige telefonische Rücksprache betreten:

  • Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem sicher an Coronavirus-Erkrankten?
  • Leiden Sie an akuten Atemwegsbeschwerden (Luftnot, Husten) oder haben Sie weitere Zeichen einer Infektion (Fieber, Gliederschmerzen…)?

Im Falle der oben genannten Symptome empfehlen wir die 116117 anzurufen.
Bei Luftnot rufen Sie bitte die 112 (Rettungsdienst) an.

Kann ich mich bei Ihnen auf das Coronavirus SARS-CoV2 testen lassen?

  • In unserem Speziallabor am Mönckeberg sind wir jederzeit in der Lage bei Ihnen einen Abstrich (PCR) oder einen Antikörpertest auf das Coronavirus SARS-CoV2 durchzuführen.
  • WICHTIG: Falls bei Ihnen der Verdacht auf eine SARS-CoV2 Infektion besteht und ein Abstrich mit PCR Analyse gewünscht ist, kontaktieren Sie uns vorab über das Kontaktformular und sprechen mit uns das Vorgehen ab. > rki.de
  • Falls Ihre Corona-Warn-App eine Testung vorschlägt, könne Sie diese selbstverständlich ebenfalls bei uns durchführen lassen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Fall übernommen.
  • Bei hochgradigem Verdacht erfolgt nach Rücksprache mit uns eine Entnahme des Abstrichs ohne Kontakt zu anderen Rheumapatienten.
  • Ob jeweils die Indikation, für die Durchführung eines Abstrichs oder Antikörpertest besteht, wird Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.
  • In diesem Falle übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung.

Bei mir fehlt die medizinische Indikation für einen SARS-CoV19 Abstrich (PCR) oder einen Antikörpertest. Kann ich mich trotzdem testen lassen?

Ein Abstrich (PCR) oder ein Antikörpertest kann Ihnen beim Fehlen einer medizinischen Indikation jederzeit als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten werden. Dies kann z.B. vor dem Antritt einer Reise oder Ähnlichem erforderlich sein. Auch hierfür können Sie jederzeit über unser Kontaktformular der Homepage oder bei Ihrem Termin mit uns Kontakt aufnehmen. Die Kosten der Untersuchung werden in diesem Fall nicht von der Krankenkasse übernommen.

Welche Schutzmaßnahmen werden in der Praxis getroffen um eine Ansteckung zu verhindern?

Aufgrund der aktuellen Lage versuchen wir als Praxis möglichst den Kontakt zu anderen Personen innerhalb unserer Praxis zu minimieren. Unser Personal trägt daher ständig einen Mundschutz. Sicherheitsabstände werden so gut es geht eingehalten. Der persönliche Kontakt zu unserem Personal wird, nach Möglichkeit, so kurz wie nötig gehalten. Wir versuchen damit das Übertragungsrisiko, analog zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, so weit wie möglich zu reduzieren.

Was Rheuma-Patienten wissen sollten:

Informationen für Rheuma-Patienten betreffend Covid-19 der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)


Weitere häufige Fragen:

Gibt es spezielle gesicherte Empfehlungen für rheumatologische Patienten?

Das RKI aktualisiert ggf. die Risikogebiete im weiteren Verlauf. Eine Übersicht zu den aktuellen Risikogebieten finden Sie hier: Aktuell gibt es noch keine medizinisch gesicherten Empfehlungen für Patienten, die eine immunsupprimierende Therapie erhalten. Es gelten daher für alle unsere Patienten die vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgegebenen Empfehlungen: rki.de: Neuartiges Coronavirus
Zusätzlich gibt es seit dem 10.03.2020 eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), nach der wir uns ebenfalls richten: Stellungnahme dgrh.deDiese enthält unter anderem wichtige Informationen für Patienten, die eine Rheuma-Therapie erhalten und/oder an einer rheumatologischen Erkrankung leiden. Seit dem 01.07.2020 hat die DGRh zudem Handlungsempfehlungen für die Betreuung von Patienten mit entzündlich- rheumatischen Erkrankungen im Rahmen der SARS-CoV2/COVID-19-Pandemie veröffentlicht: Handlungsempfehlungen DGRh

Kann ich eine prophylaktische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten?

Eine solche Option besteht NICHT. Falls möglich sollen Sie jedoch mit Ihrem Arbeitgeber sprechen, um z.B. die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass der Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert wird.

Soll ich meine Rheuma-Therapie aufgrund der Infektionsgefahr unterbrechen?

Aktuell gibt es keine Empfehlung eine solche Therapie vorsorglich zu pausieren. Ein eventuell auftretender „Schub“ der rheumatischen Erkrankung und/oder eine damit verbundene Kortisontherapie stellen nach den aktuellen Einschätzungen ein höheres Risiko für rheumatologische Patienten dar. Beim Auftreten von Zeichen einer Infektionserkrankung sollten die Therapien jedoch wie üblich vorsorglich pausiert werden. Dies entspricht den aktuellen Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), die regelmäßig angepasst werden. dgrh.de: Massnahmen in Zusammenhang mit den Infektionsrisiken durch COVID-19

Gibt es eine Impfung?

Zum jetzigen Zeitpunkt (22.03.21) sind in Deutschland durch die EMA vier Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 Virus zugelassen.

Es sind dies die „mRNA-Vakzine“ Comirnaty (Firma BioNTech/Pfizer) und COVID-19 Vaccine Moderna (Firma Moderna Biotech) sowie um die Vektor-Impfstoffe COVID-19 Vaccine Astra Zeneca (Firma Astra Zeneca) und COVID-19 Vaccine Janssen (Firma Janssen-Cilag). Bei diesen Impfstoffen handelt es sich um Totimpfstoff, so dass eine Impfung auch bei entzündlich-rheumatische Erkrankungen unter immunsuppressiver / immunmodulierender Therapie möglich ist. Die Vektor-Impfstoffe basieren auf nicht-vermehrungsfähigen Vektorviren. Die mRNA und die in den Vektoren befindliche DNA integrieren sich zudem nicht in das menschliche Genom und es werden keinerlei Substanzen mit dem Vakzin verabreicht, aus denen der geimpfte Organismus komplette oder infektiöse Viruspartikel zusammensetzen könnte. Die Vakzine führen zur vorübergehenden Produktion von Virusproteinen, gegen die das Immunsystem protektive Antikörper produzieren kann.

Auch wenn es keine Studiendaten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen SARS-CoV-2-Vakzine speziell bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen unter Immunsuppression gibt, raten wir gemäß den Empfehlungen der DGRH unseren Patienten zu dieser Impfung, zumal sich bisher in den weltweit erfolgten Immunisierungen keine besonderen Risiken bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zeigten. Basierend auf den Daten der in Deutschland verfügbaren SARS-CoV-2-Impfstoffe gibt es derzeit keine Präferenz für einen SARS-CoV-2-Impfstoff gegenüber einem anderen.

Eine Impfempfehlung zur Priorisierung wurde zuletzt im Februar 2021 durch die STIKO aktualisiert. Durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist eine Anpassung der Priorisierung in der sogenannten Impfverordnung erfolgt (siehe auch Informationen der DGRh vom 15.03.21). Im Wesentlichen werden drei bevorzugte Kategorien der zu impfenden Personen gebildet. Das Hauptkriterium für eine Impfung stellt das Alter dar. Rheumapatienten fallen in die 3. Gruppe mit erhöhter Priorität. Zum Nachweis der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe kann durch unser MVZ ein Attest ausgestellt werden. Zu beachten ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt im Hamburg noch nicht mit der Immunisierung dieser Gruppe mit erhöhter Priorität begonnen worden ist, so dass ein solches Attest einen Patienten noch nicht zur Vereinbarung eines Impftermines in Hamburg berechtigt.
Die Durchführung von Impfungen in unserer Praxis ist bislang nicht geplant.

Wichtige Telefonnummern:

  • 116117: Arztruf der kassenärztlichen Vereinigung. Patienten können sich 24h am Tag, sieben Tage die Woche an diese Telefonnummer wenden. Es erfolgt eine Beratung, sowie eine weitere Vermittlung bei bestehendem Infektionsverdacht.
  • 040 428284000: Eine extra eingerichtete Corona-Hotline der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV)

Hilfreiche Informationen finden Sie unter anderem unter den folgenden Links:

Ihr Praxisteam