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Diagnostik

In der inneren Medizin und speziell in den Bereichen Immunologie und Rheumatologie muss vor der Behandlung eine möglichst klare Diagnose gestellt werden.

Dies ist nicht selten ein umfangreiches Puzzle, in dem häufig erst die Zusammenschau vieler Hinweise aus der Vorgeschichte, aus dem aktuellen Beschwerdebild sowie aus verschiedenen Laborergebnissen und technischen Verfahren schließlich zum Ergebnis führt.

In der Aufzählung der verschiedenen diagnostischen Techniken kommt der Anamnese - dem Erfassen der kompletten und oft komplexen Vorgeschichte - eine ganz besondere Bedeutung zu, daher steht sie hier am Anfang.

Grundsätzlich erhält ein neuer Patient einen ausführlichen Fragebogen und grundsätzlich wird nicht wenig Zeit aufgewandt, um die Vorgeschichte von Beschwerden genau zu erfassen.

Denn hier gilt trotz aller moderner Technik der altmodisch erscheinende Grundsatz weiter: eine geduldige Anamnese ist oft mehr als der halbe Weg zur Diagnose.

Der zweite wichtige Schritt - auch noch ganz ohne "high tech" - ist die körperliche Untersuchung.

Vieles kann ohne Hilfsmittel gesehen werden.

Vieles kann ertastet werden. 

Wichtig ist genügend Zeit.

Im allgemein-internistischen Bereich stehen zusätzlich zur wichtigen Anamneseerhebung und zur körperlichen Untersuchung folgende technische Standard-Verfahren zur Verfügung: 

* das vollständige internistische Labor

* EKG

* Vektorkardiographie

* Langzeitblutdruckmessung

* Langzeit-EKG

* Belastungs-EKG

* Lungenfunktionsprüfung

Im Bereich der allgemeinen Inneren Medizin ist die Ultraschalldiagnostik unverzichtbar zur exakten und jederzeit wiederholbaren Untersuchung innerer Organe und von Gelenken.

Mit den Geräten "MyLab60" (2x) der Firma Esaote liegt eine sehr aktuelle und empfindliche Technik vor für Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, des Herzens und der Schilddrüse, zusätzlich mit spezieller Duplex-Sonographie eine gute Untersuchungstechnik für Blutgefäße, speziell dabei auch der Halsschlagadern zur Frühdiagnostik von Gefäßverkalkungen und Einengungen.

Für die Untersuchung von Gelenken sind wir mit speziellen Sonden für Gelenke ausgerüstet mit einem Frequenzspektrum bis 18 MHz: "MyLab60" (2x) und "MyLab25XVision" (1x), jeweils Esaote.

Dies ermöglicht eine hochempfindliche Feststellung von frühen Gelenkveränderungen.

Eine zusätzliche Farbcodierung zeigt dabei sehr früh die erhöhte Durchblutung entzündeter Gewebe.

Die konventionelle Röntgendiagnostik ist nach wie vor ein wichtiger Baustein sowohl bei der Erstdiagnostik als auch in der Verlaufskontrolle entzündlich-rheumatischer Erkrankungen.

Sowohl in der Mönckebergstraße als auch in Blankenese arbeiten wir mit hochspezialisierten radiologischen und kernspintomographischen Praxen in teilweise unmittelbarer Nachbarschaft zusammen.

Häufig erfolgt - vor allem in der Erstdiagnostik - statt des Röntgens oder zusätzlich eine Ultraschall- oder eine kernspintomographische (MRT) Untersuchung.

Jeder Mensch, der älter ist als 50 Jahre, sollte sein Osteoporose-Risiko kennen. Denn bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung kann das Risiko für Wirbelkörperbrüche und andere Knochenbrüche deutlich reduziert werden. Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sind ganz besonders Osteoporose-gefährdet, durch die Erkrankung und auch durch manche Medikamente.

Für die exakte Messung der Knochendichte wird sowohl in Blankenese als auch in der Mönckebergstraße Osteoporosediagnostik und Knochendichte-Messung mit dem modernsten DXA-Meßplatz gemäß den Leitlinien des Dachverbandes für Osteologie eingesetzt.

Zum Einsatz kommt dafür die moderne Fächer-Beam-Technologie QDR-Explorer der Firma Hologic.

Dabei wird in einem extrem schwachen Röntgenfeld die Knochendichte der Lendenwirbelsäule und der Hüfte gemessen (bei Wiederholungsmessungen wird nur der Ort der schlechteren Knochendichte erneut vermessen).

Die Kapillarmikroskopie ist eine spezielle mikroskopische Technik, die es erlaubt, unter dem Nagelfalz der Fingernägel direkt die kleinsten Blutgefäße – die Kapillaren – zu betrachten. Da sich manche Autoimmun-Erkrankungen bzw. manche rheumatologischen Erkrankungen an genau diesen Kapillaren abspielen, kann die Betrachtung und Vermessung dieser Kapillaren manchmal entscheidende diagnostische Hinweise geben.

Krankheiten, für die dies in besonderem Maße gilt, sind Kollagenosen (speziell Sklerodermie und Mischkollagenosen) und Vaskulitiden. Auch in der Differentialdiagnostik von Kälte-Problemen (Verfärbungen, Schmerzen) der Finger und Zehen kann diese Technik wichtig sein.

Die Methode ist komplikationslos und daher jederzeit wiederholbar.

Auch die Kapillarmikroskopie wird sowohl in Blankenese als auch in der Mönckebergstraße durchgeführt.

Im Bereich der Rheumatologie ist ein wichtiger Schwerpunkt das rheumatologische-immunologische Labor, in dem viele Fragestellungen des eigenen Fachbereiches einschließlich immunologischer und infektserologischer Spezialfragen direkt und schnell in den eigenen Räumen bearbeitet werden - bis 09/12 ärztlich überwacht von Prof. Euler, seit 10/12 verstärkt und vorwiegend durch die beiden neu dazugekommenen Labormediziner, Frau Dr. Micheline Kalitzky und Herrn Dr. Siegfried Schaubitzer (letzterer ist zwischenzeitlich altersbedingt ausgeschieden). Dabei ist Frau Dr. Kalitzky die unbestrittene und sehr engagierte Leiterin und "Seele" des Laborbereiches.

Unter den eingesetzten Methoden sind besonders hervorzuheben

* Immunfluoreszenzmikroskopie

* Turbidimetrie

* ECLIA (Elektro-Chemiluminiszenz-Immuno-Assay)-Verfahren und ELISA-Verfahren

* Blot-Techniken

Das immunologisch-rheumatologische Schwerpunktlabor unserer Praxis hat eine extrem arbeitsintensive und aufregende Phase durchlebt: die offizielle Akkreditierung des Labors durch die DAkkS (bundesweiter Dachorganisation für Akkreditierungsfragen) wurde erfolgreich abgeschlossen.

Dies war nur möglich durch den ganz außergewöhnlich intensiven Einsatz von Dr. Micheline Kalitzky, Michaela Eggert, Berna Euler und Angelika Haarmann - wir freuen uns sehr!

Und es hat kaum mehr als ein Jahr gebraucht, bis wir die Akkreditierungsurkunde im Oktober 2014 dann schlussendlich erleichtert, begeistert - und auch staunend - in Händen hielten! 

Aktuell ist die ständige Aktualisierung aller Akkreditierungsinformationen in den sorgfältigen und fachkundigen Händen von Frau Kaddatz gut aufgehoben.

Im November 2014 ist das Labor zusammen mit der Praxis vom Ballindamm zur Mönckebergstraße umgezogen und firmiert nun unter "Speziallabor Am Mönckeberg" - gleichzeitig steht deutlich mehr Raum zur Verfügung, so dass komplexere Labor-Analyzer zum Einsatz kommen können. 

Und es kam zu wichtigen personellen Verstärkungen: 

am 15. Dezember 2015 kam Dr. Thorsten Krieger in das Laborteam - er arbeitete zuletzt (und weiterhin) als Leiter des Laborbereiches "Immunologie" im Zentrallabor des UKE und des MVZ des UKE; als profilierter Immunologe passt er hervorragend zur rheumatologischen Ausrichtung unseres Speziallabors; seine intensive Vortrags- und Kongresstätigkeit auf dem Gebiet der immunologischen Labordiagnostik möchte er - und soll er sehr gerne - beibehalten.

und seit dem 1. Januar 2016 verstärkt Dr. Matthias R. Kalitzky zusätzlich die ärztliche Seite des Laborteams. Dr. Kalitzky hat die Hälfte des KV-Sitzes seiner Mutter, Dr. Micheline Kalitzky, übernommen, die sich etwas aus der vordersten Laborarbeitsfront zurückziehen möchte. Auch Dr. Kalitzky ist ein sehr erfahrener Laboratoriumsmediziner: er leitet (gemeinsam mit Mit-Gesellschaftern) zwei große Einsender-Laboratorien in Hameln und in Hildesheim. Dort ist er unter anderem auf den Aufbau und die Weiterentwicklung genetischer und molekularbiologischer Test spezialisiert - ein Bereich, der auch für die Rheumatologie zukünftig an Bedeutung gewinnen wird.

Anlage zur Akkreditierungsurkunde (PDF 1,5 MB)

Leistungsverzeichnis des Speziallabors Am Mönckeberg - Stand Mai 2016 - V5 - (PDF 450 KB)